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Öffentliches Baden

Öffentliches Baden im islamischen Kontext

Eine der fünf Säulen des Islam ist das Gebet. Es ist üblich, vor dem Gebet Waschungen durchzuführen. Die beiden islamischen Formen der Waschung sind ghusl, eine Ganzkörperreinigung, und wudu, eine Reinigung von Gesicht, Händen und Füßen. In Abwesenheit von Wasser ist auch eine Reinigung mit reinem Schmutz oder Sand zulässig. Moscheen bieten immer einen Waschplatz, aber oft befinden sich Hamams in der Nähe für diejenigen, die eine tiefere Reinigung wünschen.

Hamams, insbesondere in Marokko, entwickelten sich aus ihren römischen Wurzeln, um sich an die Bedürfnisse der rituellen Reinigung nach dem Islam anzupassen. Zum Beispiel findet man in den meisten römischen Hamams einen kalten Pool zum vollständigen Eintauchen des Körpers. Dieser Badestil wird im islamischen Glauben weniger verwendet, stattdessen bevorzugt man dort das Waschen unter fließendem Wasser.

Al-Ghazali, ein prominenter muslimischer Theologe aus dem 11. Jahrhundert schrieb „Revival of the Religious Sciences“, ein mehrbändiges Werk über die Sezierung der richtigen Formen des Verhaltens für viele Aspekte des muslimischen Lebens und Sterbens. Einer der Bände mit dem Titel „The Mysteries of Purity“ beschreibt die richtige Technik für die Durchführung von Waschungen vor dem Gebet und großen Waschungen nach körperlichen Aktivitäten, die als unrein gelten, wie Sex oder Stuhlgang. Für al-Ghazali ist das Hammam eine primär männliche Erfahrung, und er warnt davor, dass Frauen erst nach der Geburt oder Krankheit in das Hammam eintreten sollen.

Schon damals hält es al-Ghazali für zulässig, dass Männer ihren Frauen oder Schwestern verbieten, den Hammam zu benutzen. Der wichtigste Streitpunkt um Hamams in al-Ghazalis Einschätzung ist die Nacktheit. In seiner Arbeit warnt er davor, dass offene Nacktheit zu vermeiden ist. ".... er sollte es vor den Augen anderer schützen und zweitens vor der Berührung durch andere schützen." Er konzentriert sich in seinen Schriften ausführlich auf die Vermeidung der Berührung des Penis beim Baden und nach dem Wasserlassen. Er schreibt, dass Nacktheit nur dann anständig ist, wenn der Bereich zwischen den Knien und dem unteren Bauch eines Mannes verborgen ist. Bei Frauen ist die Freilegung nur des Gesichts und der Handflächen angebracht. Laut al-Ghazali könnte die Prävalenz von Nacktheit im Hamam unanständige Gedanken oder Verhaltensweisen hervorrufen, so dass es sich um einen umstrittenen Raum handelt.

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